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Begrenzter Aufenthalt
Wohl als Nachfahre von „Venetianern“ 1874, nach anderen Mutmaßungen 1878 auf Korfu geboren kehrte der Grieche Lavrendios Kamilieris nur für einen Aufenthalt mit Verfallsdatum (ohne dies zunächst erwogen zu haben) 1896 in Athen ein. Zuvor hatte er in Neapel am Konservatorium San Pietro a Majella sein Musikstudium abgeschlossen. In der griechischen Hauptstadt leitete er das Orchester…
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Septemberlese
Themenorientierte Alben machen seit wenigen Jahren der Übermacht der künstlerzentrierten Aufnahmen durchaus kreative Konkurrenz. Demnächst erscheint Air Music in der Reihe der natürlich auch absatztechnisch gut geplanten Vier-Elemente-Konzeption von Capella de la Torre nach den bisher zusammengestellten Programmen aus „Wasser“ und „Feuer“.
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Zwei Schwestern?
Ein seltener, vielleicht desto kniffligerer Fall für die Musikgeschichtsschreibung: War(en) es eine Frau oder zwei Schwestern, die als Komponistin(nen) sowohl das geistliche als auch das weltliche Repertoire ihrer Zeit bereicherte(n)? Von ihr oder beiden sind nämlich zwei Vornamen überliefert: Raffaela und Vittoria – zum Geschlecht der Aleotti. Aufgrund stilistischer Untersuchungen könnten Musikwissenschaftler nun, insbesondere, sollten neue Funde…
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Closed or Open Air in Down Under?
Im Herzen Sydneys gibt es ab 12. September dank des jährlich dort veranstalteten Fests, für das insbesondere die Türen des Museum of Contemporary Arts offenstehen, für vier Tage viel überwiegend bildende avantgardistische Kunst zu sehen. Nahezu parallel hierzu zieht die Klassikhörer Aribert Reimanns Gespenstersonate in den Bann, jeden Abend vom 11. bis zum 14. und auch vom…
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Zur Abkühlung
An Tagen wie diesen, wenn das Eis selbst kurze Wegstrecken nicht mehr in festem Zustand durchhält, sollte vielleicht dem Gehör zur mentalen Erfrischung ein eisiger Cocktail entweder aus nördlichen oder sehr südlichen Gefilden vorgesetzt werden.
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Kann der einzelne Ton schon Motivkern sein?
Bezeichnete Hugo Riemann das Motiv als ein Melodiebruchstück und „kleinste Einheit von selbstständiger Ausdrucksbedeutung“ in auftaktiger Folge, schränkte er damit seine Erscheinungsform deutlich ein, während andere Bestimmungsversuche weiter gefasst waren. Es ist ja genauso plausibel, wenn sich das Motiv eines Werks der Moderne mitten im Satz versteckt. Heute noch verwendbar ist dagegen Riemanns allgemeinere Benennung eines „musikalisch…
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Piano – bravissimo: Zwischen Jamaika und den Grenadinen
Neben Wim Statius Muller ist wohl Paul Shaw einer der populärsten lebenden Pianisten klassischer Provenienz aus der Karibik; der Jamaikaner gewann schon mit sechzehn Jahren den größten Musikwettbewerb der Insel und erhielt nach Studienjahren dort und auf den von Frankreich regierten Inseln auch die Möglichkeit, sich an der Juilliard School zu vervollkommnen. Der Pianist mit afrikanischen Wurzeln,…
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Im Gleichtakt der Klangwelten
Diachrone Aspekte von Musik müssen dort in den Hintergrund rücken, wo es darum geht, die Fülle gleichzeitig existierender Genres und Formen darzustellen. Eben dieses Konzept passt sehr gut zur Präsentation des „ultimativ Möglichen“ – wie es auf ein nahezu kontinentales Land wie Brasilien zutrifft. Dessen bloße Größe lässt ohnehin vermuten, dass Klangkulturen vorhanden sind, die miteinander…
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Quer (und mit langem Atem) durchs Repertoire
Symphonic Bands, unter dem alternativen Namen Concert Bands bekannt, erfreuten sich im Lauf der letzten beiden Jahrhunderte insbesondere in Nordamerika großer Popularität; gemeint sind genau festgelegte Zusammenstellungen von Holz- und Blechblasinstrumenten in Verbindung mit Stabspiel und anderem Schlagwerk, wie sie von den Marching Bands anlässlich etwa von Festprozessionen verwendet wurden und werden.