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Ohne melancholisches Schwergewicht
Lediglich den Melodielinien in Henryk Wieniawskis 2. Violinkonzert d-Moll kann eine gewisse Schwermut attestiert werden, ansonsten war sie dank des Einsatzes von Valery Voronin, Intendant und Chefdirigent am südrussischen Opern- und Ballettheater von Astrachan, und des immer wieder seidig-leichtfüßig musizierenden Philharmonischen Orchesters Erfurt wie weggeblasen! Vielmehr dominierte in der Aufführung vom Donnerstagabend die Strukturanalyse der…
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Ein selten fokussiertes Musikterritorium
Im Raum des heutigen Weißrussland gehen Aufzeichnungen von Musik zwar nicht so weit wie in Frankreich, aber doch bis die Umbruchszeit zur Renaissance zurück. Überliefert in Neumennotation ist das von der orthodoxen Kirche verwendete Lied znamenny, zurückgehend auf „znamy“, was soviel wie „Zeichen“ oder einfach nur Neume als Symbol für den hörbaren Einzelton bedeutet. In der Barockzeit setzte sich…
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Alternative Klassik-Charts: Top Four
Es muss nicht immer die Interpretation eines vielleicht schon überstrapazierten Werks sein, das in aller Ohren tönt und zum Vergleich herausfordert, es gibt möglicherweise auch eine Bestenliste des „Ungehörtesten“, womit hier in erster Linie auf Neufunde angespielt wird. In diesem Monat wird etwa auch dem russisch-jüdischen Komponisten Alexander Veprik (1899 – 1958) diese Ehre zuteil, von dem kürzlich das…
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Vorgänger und Kollegen des „amerikanischen Mendelssohn“
Jenseits der im Nordamerika des 19. Jahrhunderts aufkommenden „Monster Concerts“ gab es simultan zu den Vertretern der europäischen spätklassischen Periode durchaus Komponist(inn)en, die nicht nur für symphonische Riesenevents sorgten, sondern verschiedenste Genres pflegten, etwa die Vorgänger des hochprofessionellen Pianisten, Klarinettisten und Dirigenten George Frederick Bristow (1825 – 1898), dessen Name gerne mit dem Etikett eines „amerikanischen Mendelssohn“ versehen…
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Puzzleteile formen ein Ganzes
Orm Finnendahls Versatzstücke für Klavier und Zuspielband aus dem Jahr 2014 beleuchten auf unterschiedliche Weise wie im Experiment das Verhältnis vom Individuum zur Maschine, zur Elektronik und umgekehrt, wobei verschiedene Techniken am Instrument unter Einbezug von Improvisation erprobt werden. Heterogenität bei Potpourris zum Beispiel bezeichnet etwas völlig Anderes: Hier werden Elemente aus unterschiedlichen Entstehungszusammenhängen mehr oder…
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Bildstarke Lyrik in Musik
Man braucht gar nicht zuerst die griechische Nationalhymne zu bemühen, die aus Dionysios Solomos‘ Poem An die Freiheit und seiner Vertonung durch den befreundeten Nikolaos Mantzaros von 1829 bis 1830 hervorging, um an in Musik gesetzte Lyrik – Poiimata – dieses bedeutenden griechischen Autors der Romantik zu erinnern.
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Seismographischer Sinn
Hochsensibel nahm die von mütterlicher Seite aus einer ungarischen aristokratischen Familie abstammende Komponistin Dora Pejačević jede Anregung, sei es aus der Umgebung, sei es den Künsten oder der Natur auf, um sie in klingende Musik umzumünzen.
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Große Hommage an die Alpennordkante
Zweier Komponisten der nördlichen Grenzregion der ehemaligen Habsburger mit der Wittelsbacher Monarchie wurde an den letzten beiden Abenden gedacht, Salzburgs und Münchens mit dem bayerischen Anteil der Alpen. Von Provinzialität kann in beiden Fällen nicht die Rede sein: Denn sowohl W.A. Mozart als auch Richard Strauss bewegten sich trotz weniger Gemeinsamkeiten zu Lebzeiten in einem weitgespannten europäischen…
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Macaus Klassikszenen: Von Ost bis West
Über die mitgebrachte westliche Kultur der ehemaligen portugiesischen Kolonie hinaus entfaltet Macaus Musikleben dank seines symphonischen Orchesters einen weiten Wirkungsradius am Rande Chinas. Vice versa besuchen wegen vorhandener guter Spielmöglichkeiten europäische Formationen Macau; unter vielen anderen war die renommierte Academy of St.-Martin-in-the-Fields im März 2016 mit Mozarts Klavierkonzert Nr. 25 C-Dur und Bizets C-Dur-Symphonie dort zu Gast;…