Kategorie: News
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Nahe dem Gefrierpunkt
Abgesehen von einigen mehr als nur ungemütlichen Aspekten der nordischen Zonen Russlands, man denke an „Archipel GULAG“, finden Kreative klassischer Couleur auch hier ihre Mus(s)e. So arbeitete etwa der gefeierte, aus der Südostukraine stammende Komponist Yuri Kunets, den sowohl traditioneller Jazz als auch die romantische russische und ältere Musik Mitteleuropas prägte, zehn Jahre lang als Orchesterleiter in…
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Klangerzeuger – made in USA
Das Schrubben auf dem Waschbrett mit der Absicht rhythmischer Grundierung ist wohl nur das banalste Beispiel für originäre Musik vom amerikanischen Kontinent. Hingegen dürfte der Waschwannenbass, insbesondere unter dem deutschen Begriff, nicht überall ein Begriff sein. Das einfache stangenförmige Zupfinstrument erinnert ein wenig an das im 17. Jahrhundert von der Bildfläche verschwundene Trumscheit, allerdings läuft es…
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Vorzugsweise freie Formen
Hängt es möglicherweise mit der historischen Kongruenz von Haus- und Kammermusik zusammen, dass ein namhafter australischer Musikwissenschaftler, Larry Sitsky, Komponisten in Bausch und Bogen als Pragmatiker bezeichnet, die für (unmittelbar) verfügbares Instrumentarium schreiben, nach passenden Gelegenheiten, die sich nicht vorrangig nach Kalender- oder Kirchenjahr richten, sondern mehr nach persönlichen Bezugnahmen und den Umständen vor Ort: Wo nur Orgel, Chor…
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Gesungene Worte – für jeden Kalendertag
Rekordverdächtige Leistungen wollten vielleicht gerade in der Renaissance aufgestellt werden, denn begabte Künstler, Naturwissenschaftler oder Schriftsteller wie Leonardo da Vinci suchten in ihrem neuhumanistischen Verständnis, nach dem der Mensch nicht länger nur ein Staubkorn in Gottes Schöpfung sei, sondern wegen seiner spezifischen Fähigkeiten als Allrounder verschiedenste Wissensgebiete im theoretischen wie im praktischen Sinn bedienen sollte,…
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Unruhestifter im Hotel
Als Regisseur beinahe zum Greifen nah stellte sich Regisseur Hendrik Müller nach dem Schlusstableau der gestrigen Erfurter Theaterpremiere von Fra Diavolo oder Das Gasthaus zu Terracina, situiert in den Abruzzen und uraufgeführt 1830 in Paris, dem Publikum vor.
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Gegen den Strich zu bürsten?
Auch Interpretationsmoden kommen und gehen. Wurde früher die (vermeintliche) „Eigenart“ eines Werks überbetont, frisiert frau/man heute gerne gegen den Strich, bei süffigen sanglichen Melodien wird der Sopran zurückgeschraubt, bei bombastischer Akkordik das Fortissimo minimiert und polyphone Strukturen hörbar gemacht, im Falle ohrenfällig schwerfälliger Diktion das Tempo beschleunigt. Vielleicht sollten öfter einmal die anderen Seiten einer Komposition…
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Indigene Musik Brasiliens – wo es sie (noch) gibt
Zwar existieren auf dem Gebiet des Halbkontinents Brasilien zahlreiche Mischformen aus dem genuin afrikanischen Candomblé, insbesondere demjenigen angolanischer Herkunft, doch enthalten auch der Samba und der Maracatú nur wenige indianische Elemente aus den Kulturen der ältesten Bevölkerungsteile.
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„Very First Lady“ der afroamerikanischen Symphonik
Den gesellschaftlichen Vorbehalten gegenüber der schwarzen Bevölkerung der USA geschuldet gelang deren Professionalisierung – oft unter großen persönlichen Mühen und Selbstaufgabe – im Bereich der klassischen Musikszenen erst im Laufe des 19. Jahrhunderts. Die erste afroamerikanische Frau, die eine Symphonie schrieb, war die 1887 in Little Rock geborene begnadete spätere Komponistin, Musikerin und Hochschullehrerin Florence Beatrice Smith.…