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Zyperns Klassikbotschafter
In Nikosia, der seit 32 Jahren geteilten Hauptstadt Zyperns, befindet sich eine der wenigen Akademien für orthodoxe Kirchenmusik, deren Vermittlungsspektrum von der byzantinischen Musik bis ins 21. Jahrhundert reicht. Von diesem Fundament einer langen geistlichen Musiktradition, vor allem im Hinblick auf die Blütezeit der späten mittelalterlichen Musik des Inselstaats zwischen 1359 und 1432, konnten auch drei bedeutende…
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Sommerkonzerte mit Meeresluft
Auf den Bremerhaven wie eine Perlenkette vorgelagerten ostfriesischen Inseln werden in den warmen Sommernächten 2016 für Touristen und Einheimische nicht nur Popsalven abgeschossen – es gibt auch etliche Events klassischer Provenienz, teilweise auch an der freien und salzig-erfrischenden Meeresluft. Auf der beinahe westlichsten der deutschen Inseln, nämlich Juist, lädt das einheimische Orchester, das alle denkbaren Genres bedient,…
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Rare Kunst in amerikanischen Kasernen?
Abgesehen von einem namhaften Star, der zwischen 1950 und 1954 auf einer Militärbasis in Deutschland stationiert war und dort erste Erfolge als Musiker feierte (nämlich Elvis Presley), ist von Komponisten unter den US-Soldaten wenigstens hierzulande nicht eben viel bekannt geworden. Zum Kaiserslauterner NATO-Fest am 11. Juni 2011 trat der Trompeter Andrew Held als Mitglied des USAFE-Ensembles in Erscheinung,…
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Zu Weidmanns Heil?
In ihrer Funktion als Orchesterinstrument ist die Oboe in ihrer „modernen“ Form bekanntlich erst seit Jean-Baptiste Lullys Marche de Hautbois aus seiner 1664 komponierten Oper Les plaisirs de l’isle enchantée greifbar. Vermutlich wurde sie zehn Jahre zuvor von Jean de Hotteterre und Michel Danican Philidor erstmals in Paris angefertigt. Bei der gebogenen Oboe da caccia, die mit…
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Sinn für romantischen Zauber
Als Schüler des seinerzeit revolutionären Symphonikers Zygmunt Noskowski tendierte Ludomir Różycki einerseits zu einer Ästhetik, die sich von den „Dogmen“ des Sonatenhauptsatzes und der traditionellen Tonsatzlehre emanzipieren wollte. Daraus aber, dass er im Anschluss an seinen Besuch des Warschauer Konservatoriums in Berlin Unterricht bei Engelbert Humperdinck nahm, erklärt sich der andere, konservativere Zug seiner Ausrichtung, der der so…
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Bewegung übersetzt in Klänge
Auf dem Festival The NOW now in Sydney Ende Januar 2016 wurde den neuesten Entwicklungen in der audiovisuellen Performance Art des fünften Kontinents (und daneben dem Jazz) Rechnung getragen. Zu den Musikbeiträgen zählte eine elektronische Komposition von Michaela Davies, die seit drei Jahren mit ihren progressiven Projekten für Kulturschlagzeilen sorgt. Um einen Eindruck zu geben: Am 6.…
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Aristoxenos reloaded
Den Verfechtern einer genuin britischen wissenschaftlichen Methodik muss der Ansatz des namhaften tarentinischen Philosophen aus dem vierten vorchristlichen Jahrhundert sehr verlockend erschienen sein. Die von Aristoxenos entworfenen Parameter einer Musiktheorie folgen nämlich strenger Empirie. Dies impliziert, dass er der Wahrnehmung von Tönen durch das Gehör höchste Priorität einräumte. Aus diesem Grunde beschrieb er mit einem seiner erhaltenen…
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Indianische Trommeln im Kammerensemble
Die Regionen um Porto Alegre, Curitiba und São Paulo und das Küstenland vor den Städten hatten es ihr besonders angetan: Jahrelang erforschte die Publizistin und Pianistin Kilza Setti nach den Anfängen und der Weiterentwicklung der dort indigenen Musik. Zu dieser Zeit hatte sie längst ein weiteres (absolviertes) Studium bei Camargo Guarnieri in São Paulo hinter…
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Eine geradezu perfekte Mixtur
Über viele Jahre hinweg diente der gebürtige Veroneser und Violoncellist aus Modena dem Münchner Hof, als kurfürstlicher Rat ebenso wie als Kammerkonzertmeister, nachdem er bereits elf Jahre im dortigen Residenzensemble mitgespielt hatte: Evaristo Felice Dall’Abaco (1675 – 1740) gilt mit seinen zahlreichen Violin- und Triosonaten sowie vierstimmigen sonate da chiesa unter Einbeziehung seines eigenen Instruments heute als einer der…