Kategorie: Wissenswert
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Prämiert für Variações Sinfônicas: Ronaldo Miranda
Gut, dass in letzter Zeit Kunstschaffende aus Brasilien mehr ins Bewusstsein einer internationalen Öffentlichkeit gerückt werden. Manchem mag es zwar schwindelig werden angesichts der Vielfalt von musikalischen Formen, die fast jeder einzelne Komponist aus dem fünftgrößten Land der Erde stemmt(e), doch sind die interkulturellen Unterschiede innerhalb Brasiliens bekanntlich so groß und jeweils fast exklusiv, dass an den Musikakademien schon…
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Frühbarocke Concerti – frisch vom Warschauer Hof
Es scheint so, als wäre Adam Jarzębski (1590 – 1649) einer der vitalen Nachfahren der „craftsmen“ oder Kraftgenies der Renaissance im Sinne Leonardo da Vincis gewesen: Er fungierte nämlich im öffentlichen Leben nicht nur als Geiger und angesehener Hofkomponist unter den polnischen Königen Sigismund III. und Wladyslaw IV., sondern ebenso als Baumeister und Literat. Über Kindheit…
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Stimmen aus dem Hades: Rembétika
Der Begriff Griechischer Blues ist zwar kein Markenname, doch kommen die Underground-Lieder des Rembétiko der Intention des schwarzen Blues nahe, weil die Texte von den alltäglichen Problemen und Erfahrungen der einfachen Leute handeln – wenn auch nicht nur. Rembétika wurden ursprünglich von den im Piraeus lebenden „Rembetes“, Flüchtlingen gespielt, die in großer Zahl – 1,5 Millionen Menschen – 1922…
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Kennen Sie das akustische Design Ihrer Stadt?
Akustisches Design ist schon seit längerem eine Teilaufgabe bei der Erstellung von Werbefilmen, zum Beispiel das typische Rascheln der Chipstüte, ein Geräusch, das Frische signalisieren soll, in größtmöglicher Prägnanz aufzunehmen, Knackgeräusche beim Essen zu betonen oder ein möglichst kräftiges Brummen des Staubsaugers – was natürlich seine Leistung unter Beweis stellen soll.
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Bossa Nova auf der Erfolgsspur
Mit großer Verspätung, nämlich erst in den frühen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts entwickelte sich in Brasilien so etwas wie ein musikalischer Nationalstil, der allerdings durch den Romantizismus als Gegenbewegung zum Klassizismus des portugiesischen „Mutterlands“ schon vorbereitet worden war. Durch die sehr dynamische und vielfältige Volkskultur, ebenso geprägt von afrobrasilianischen und indianischen Traditionen, konnten Vertreter der…
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Wandlungsfähig in den Genres: Marta Ptaszyńska
Marta Ptaszyńska, 1943 in Warschau geboren, gehörte schon in den 1950er Jahren zu den wenigen Frauen, die ein Perkussionsstudium absolvierten. Sie war in diesem Fach in Posen Schülerin von Mikolaj Stasiniewicz und Jerzy Zgodzinski, nachdem sie bereits in Warschau ein Komposition- und Theoriestudium unter anderem bei Tadeusz Paciorkiewicz abgeschlossen hatte. Ihr Hunger nach neuen Richtungen und technischen…
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Wenn die Theorbe die erste Geige spielt …
Wie Violine, Klarinette und Fagott hat auch die Laute ihre Bassvariante, nämlich die Theorbe oder Erzlaute, ein im Konzertbetrieb und ebenso bei Einspielungen bislang vernachlässigtes Instrument, das wegen seiner Klangschönheit eigentlich mehr Beachtung verdient hat. Als konzertantes Soloinstrument ist sie in Notenmanuskripten der Alten Musik aber selten anzutreffen. Dies mag auch daran liegen, dass die Besetzungen variierten:…
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Grzegorz Fitelbergs symphonisches Werk
Das Oeuvre des 1879 im livländischen Dünaburg geborenen polnischen Komponisten ist ein vergleichsweise schmales Portefeuille, doch war der ausgesprochene Spätromantiker im Sinne Richard Strauss‘ und Anhänger des Jungen Polen in erster Linie Dirigent; seine Erfolge führten ihn in Warschau vom Konzert- zum Kapellmeister, bevor er 1912 an der Wiener Hofoper dirigierte und von 1914 an sieben Jahre…
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Von der Hof- zur Wave Musik
Da Musikethnologen heute davon ausgehen, dass der imperiale Einfluss Chinas im ostasiatischen Raum die Musikkulturen Japans und Koreas deutlich mitbestimmt hat, werden die drei Länder meist im Zusammenhang behandelt, obwohl es deutliche Unterschiede gibt, etwa in der spezifisch koreanischen Trennung von der aus China übernommenen Hofmusik, tangak – die dort prinzipiell bereits um 1000 v.Chr. existierte…