Kategorie: News
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Unter Vorbehalt, aber sehr wahrscheinlich
Julian Rachlin wird am 24. Juni mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, jedoch in Karlsruhe zum Ehrenjahr Beethovens sowohl dessen Violinkonzert D-Dur, das sich weder seiner motivischen Entwicklungsdynamik nach noch in harmonischer Hinsicht bescheiden gibt, spielen als auch die 6. Symphonie F-Dur selbst dirigieren.
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Gründervater in der „Prinzessin des Nordens“
Da, wo der Fluss eine Wendung macht, wuchs seit etwa 1649, wenn den Quellen zu trauen ist, eine Großstadt auf, die nach der Flusskrümmung mit dem nicht eben flüssig auszusprechenden Namen Pindamonhangaba genannt wurde. Ihr wurde im Laufe der Jahrzehnte auch die Ehrentitulierung „Princesa do Norte“ zuteil, auch wenn dies nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass die…
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Variation auf einen Osterhymnus
Es war eine seiner kleinen Nebenarbeiten zu großen Werken wie der frühen Mexican Rhapsody, seinem Violinkonzert, Workout for 15 Instruments oder dem March of the Be-Bops, entstanden etwa zur gleichen Zeit wie die ersten Astronauten auf dem Mond landeten: Die an die große, nicht zuletzt byzantinische Tradition des Hymnus paschalis anknüpfende Variation auf einen Osterhymnus…
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Effekte
Einmal abgesehen von avantgardistischen oder einfach nur abenteuerlichen Ideen wie dem Anschluss einer Luftpumpe an das Mundstück eines Blasinstruments: Der keineswegs einfache Lippentriller wurde bekanntlich von den Spielern der zunächst grundsätzlich ventillosen Trompeten schon im 17. Jahrhundert virtuos beherrscht. Keineswegs nur im Jazz, zum Beispiel bei dem Tubisten Michel Godard, ist eine seit ca. 1900 gängige, durch Überblasen…
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Mme. Dumont und M. Farrenc
Genau genommen müsste man sie auch unter ihrem Mädchennamen Jeanne-Louise Dumont zur Kenntnis nehmen: Frankreichs bedeutendste Komponistin der Frühromantik, Louise Farrenc (1804 – 1875), führte wie ihre Musik schreibenden Zeitgenossinnen ein Schaffensdasein am Rand, auch wenn im Zuge der französischen Revolution einsetzende Emanzipationsbewegungen im Land westlich des Rheins wenigstens ideell zu greifen begannen und Frauen…
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Aus Guatemalas Schnörkelzeit
Beim Wettrennen der damaligen, meist alles andere als menschenfreundlichen Supermächte, die sich aus handfesten nationalwirtschaftlichen Interessen einen Platz an der Sonne in den Kolonien sichern wollten, gelangten niederländische und vor allem spanische Kirchenmusiker im Tross der Eroberer in die mesoamerikanische Welt. Dementsprechend wurde auch in den ersten (katholischen) Gotteshäusern Guatemalas, am westlichen Rand der Karibik gelegen, zunächst…
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Ein rasanter Aufholprozess
Wie in den meisten europäischen Staaten gärte es nach Napoleons Machtstreich und seiner nicht aufgegangenen Expansionspolitik im Konzert der damals weiterhin, aber nicht mehr lange währenden Dominanz aristokratischer Dynastien. Wegen der übermächtigen und über Jahrhunderte rezipierten Chormusiktradition in Riga und weiteren lettischen Ballungszentren Mitte des 19. Jahrhunderts , die sich von der folkloristischen Daina-Praxis nicht ganz…
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Alles, was das Instrument hergibt
Das Faszinosum computererzeugter oder -unterstützter Musik setzte sich von den Gründermüttern und -vätern, man denke nur an das französische IRCAM-Zentrum oder an den bereits von Maschinen geprägten Arbeitsplatz Else Marie Pades in Kopenhagen, in die kommende Generation fort. Die in Minnesota aufgewachsene virtuose Flötistin Anne La Berge professionalisierte sich nach Jahren der Beschäftigung mit zeitgenössischen kammermusikalischen Werken im…
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Kathedrale und Herrenhaus: Zwei Sphären
War über lange Zeiträume die Musikausübung am polnischen Königshof von derjenigen der omnipotenten katholischen Kirche völlig getrennt, so zählte es wie an anderen europäischen Fürstenhöfen dennoch wie selbstverständlich zur Aufgabe eines Hofkapellmeisters, zu verschiedenen Anlässen geistliche Musik zu komponieren. Adam Jarzębski etwa praktizierte dies in der frühen Barockzeit am Brandenburger Hof und in Warschau neben seinem Amt als Hofbaumeister…