Kategorie: News

  • Vor der Tür: Feliz natal

    Nur zum Teil alpenländisch geprägtes Liedrepertoire jenseits der Steiermark hält Einzug in ganz Europa. So verzauberte in den vergangenen sieben Jahren immer wieder das ungewöhnliche, auf Chormusik spezialisierte Ingenium Ensemble aus Ljubljana sein Publikum.

  • Umwälzung im Orchestergraben

    Nicht nur Sänger Thomas Hampson, mithin jegliche Orchestermusiker/innen werden, auch wenn sie nicht wie dieser auf einen Schlag begeistert sind, eine technologische Innovation wie die aktuelle Enote-App zu schätzen wissen und sollte es überhaupt Skeptiker geben, werden auch diese in naher Zukunft mit solchen vorausweisenden Tools arbeiten müssen. Denn schon jetzt ist abzusehen, dass Enote…

  • Adventskantaten rund um den Globus

    Beim Umfang von Telemanns und J.S. Bachs Kantatenwerk wundert es nicht, dass namhafte Verlage deren der Adventszeit gewidmete vokal-instrumentale Gebrauchsmusik für die vier Sonntage vor Weihnachten in eigenen größeren Ausgabe edierten. Motetten und Messen für diese Zeit gab es bekanntlich schon früher als zu den Lebzeiten der beiden Barockkomponisten; ihre Geschichte beginnt spätestens mit der Renaissancepolyphonie.

  • Glückwünsche eines Beglückwünschten

    Dass „das“ Geburtstagskind des Jahres auch Gelegenheits- und Gebrauchsmusik komponierte, ist für manche(n) vielleicht eine Überraschung. Zumal zum Zweck der Ehrung vorgebrachte Gratulationsständchen mussten in der nachrevolutionären Ära Napeoleons in der Abkehr vom Adel und den Huldigungen an bürgerliche Prominente doch eher als provinzielle Relikte der Zopfzeit erscheinen.

  • Corrido, Zócalo und E-Experimente

    Ihre Kompositionen klingen allenfalls aufgrund der heimatlichen Enkulturation nach indigener Musik, doch beabsichtigte Gabriela Ortiz nie, in einem spezifisch „mexikanischen“ Stil zu komponieren. Wichtiger ist die Entwicklung eines neuen Ideen durch die Selbsterprobung am Klavier, das zu diesem Zweck für sie essentiell ist. Eine ebenso große Rolle spielt neben der noch nicht so lange zurückliegenden…

  • Akustische Magie der Aerosole

    Welche Bewandtnis hatte es eigentlich damit, dass ein exzellent ausgebildeter und hochbegabter Pianist wie der Australier Percy Grainger seit seinem achtzehnten Lebensjahr in solchem Maße der Musik für Blasorchester anhing? Zwischen 1901 und dem Ende der 1950er Jahre verzeichnet sein chronologisches Werkverzeichnis wenigstens 33 Stücke kleineren und größeren Umfangs. Möglicherweise vermittelte ihm einen Teil der…

  • Pendant zu den Walzerkönigen?

    Im romantischen Vielklang des 19. Jahrhunderts scheint sich die Spur eines Komponisten zu verlieren, der sich weit vom Habsburgerreich entfernt in die Riege der Wiener Komponisten von Unterhaltungsmusik für einen großen Teil des damaligen Bürgertums einreiht. Zu Frederick Ellard liegen nur spärlich biographische Daten vor. Für die Nachwelt rettete ihn eine Veröffentlichung des ungarischen Fachkollegen Miska Hauser,…

  • Die Tresca – nur noch literarisch greifbar?

    Überlieferung in Noten zu bestimmten, nicht zwangsläufig kurzlebigen Gattungen fehlt manchmal gänzlich, je weiter die Epochen entfernt sind – wie im Falle des mittelalterlichen, sowohl italienischen als auch provenzalischen Tanzes tresca, bei dem es sich wohl um einen Kettenreigen handelte, da seine Benennung etymologisch vom iatlienischen Verb „trescare“ herrührt, das sowohl „tanzen“ als auch „springen“ bedeutet.…

  • Aspasia, die illegale Gattin

    Ob die Lehre des Musikwissenschaftlers Damon bei dem späteren Strategen Perikles auf fruchtbaren Boden fiel, lässt sich nur behaupten. Einigermaßen sicher ist nur, dass der spätere Lenker der Geschicke Athens, sei es nun als demokratisch gesonnener Feldherr oder (moderater) Tyrann die Ansichten seines Lehrers über die Bedeutung des Musischen, das als Ganzheit von Klang, Bewegung und Sprache…

  • […and 1…]

    Sollte sich in manchen Fällen der Gedanke aufdrängen, dass sich die gesellschaftlich akzeptierte Domäne weiblichen Komponierens in konservativeren Kreisen auch im 20. Jahrhundert weiterhin auf Kammermusik beschränkte? Im Falle von Dorothy Kers Werken liegen sicherlich andere Ursachen vor, etwa die eingehende Beschäftigung mit den Klangeigenarten und bestimmter Instrumente und deren Ausdrucksdimensionen.