Kategorie: Reviews
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Nicht nur „1“ musikalischer Spaß
Nicht jeder mag auf die Idee kommen, ehemalige Kolleginnen und Kollegen eines weithin populären Symphonieorchesters zu einer Sondermatinee zu rekrutieren: Christoph Well aber konnte dies in seinem gegenwärtig zweiten Berufsleben, wenn man so will, nicht zuletzt dank seiner kreativen Energie, Vielseitigkeit und seines flüssigen Humors. So stand kurz vor Faschingsende an einem Sonntag für Spätaufsteher,…
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Drei Epochen – drei Opernstile
Im 18. Jahrhundert war es in Portugal nicht nur möglich, sondern geradezu üblich, dass die Verantwortung für ein Musikstudium im Schoß der Kirche lag und diese für den Unterricht zuständig war. João de Sousa Carvalho besuchte zunächst das Colegio dos Sántos Reis in Vila Viçosa, nahm sein Studium zum Musiker und (späteren) Komponisten regelrecht aber…
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Raritäten und eine Aktualisierung
Bis in die Sattelzeit, die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts hinein war es üblich, dass Orchester vom Cembalo aus dirigiert wurden. Etwas ungewöhnlich scheint es daher, wenn heute ein seit beinahe vierzig Jahren etablierter Dirigent vom modernen Klavier aus dirigiert, allerdings keineswegs den Continuo-Part spielt, sondern die solistische Rolle innehat: So verhält es sich bei…
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Rhythmisch getunt: Weihnachtsliedgut
Das Ensemble Münchner Saitentratzer verlegte zwei Tage vor Weihnachten 2023 den Gottesdienst am Heiligen Abend schon einmal vor. Es wurden alle weithin bekanntesten Lieder gespielt, allerdings in neuem Gewand. Es hat zudem bereits Tradition, dass das um zwei andere Musiker ergänzte Ensemble einmal in der Woche vor Weihnachten im Theater im Fraunhofer auftritt und tat…
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Requiem und Sinfonie – einmal anders
Es besteht seit langem eine gewisse Vorliebe für Brahms‘ Ein deutsches Requiem, uraufgeführt in drei Etappen in den Jahren 1867, 1868 und 1869, da zweimal Sätze hinzuzufügen waren, bis der Urheber endlich damit zufrieden war. Bemerkenswert ist, dass das an Umfang fortschreitende, vom kirchlichen Ritus eines regelrechten Requiems weit entfernt und auch nicht als solches…
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Many Moons – many sounds
World Music Jazz im Münchner Stadtteilkulturzentrum Luise am Freitagabend: Zwischen dem „Substanz“, einer der ersten deutschen Foren für Poetry Slam und dem neuen Standort des Volkstheaters liegt das vor kurzem eröffnete Haus für Kunst und Kultur, das über ein Netzwerk mit den anliegenden Vereinsorten, Initiativen und Servicezentren an der Grenze der Ludwigvorstadt zum Stadtteil Sendling…
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Klassik und Romantik: Auf gestrichenen und gezupften Saiten
Unter anderem am vergangenen Mittwoch hatten Ausgezeichnete des 72. ARD-Preisträgerkonzerts ihren Auftritt im Prinzregententheater, diesmal mit einem sehr gemischten Programm, aus dem die vom Münchener Rundfunkorchester und seinem hochengagierten Dirigenten Gábor Káli mitgestalteten Rahmenteile eindeutig herausragten. Zunächst wirkte der Rottenburger Franz Anton Hoffmeister (1754-1812) nach einem Studium der Jurisprudenz und Musik in Wien mit einem…
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Solitäres Streichquartett einer Hochbegabten
Sie wurde in jeglicher Weise veranlasst, sich den gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit und ihrer Berliner Umgebung anzupassen, auch wenn diese häufig nicht ihren persönlichen Bedürfnissen und ihren Vorstellungen der Teilhabe entsprochen haben dürften: Fanny Mendelssohn, auch von ihrem Bruder Felix Mendelssohn-Bartholdy verkannte Komponistin und Pianistin, kämpfte mit den Mitteln einer von ihrer Kunst überzeugten Frau…

