Kategorie: Reviews
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Lumbyes Galopps: kompatibel mit dem Zirkus
Von der leicht(er)en Muse schon in seinen Trompeterjahren beim dänischen Regiment geküsst wandte sich Hans Christian Lumbye früh der heiteren Gebrauchsmusik zu. Es mag ihn, weil er bereits seit 1829 nach einem Intermezzo mit den Dragonern bei der Königlichen Leibgarde im Sattel saß, mag den Komponisten auch die Sphäre der Pferdemanege und des Zirkus‘ angezogen haben; nicht…
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Die Würdigung steht noch aus
Germaine Taillefesse wollte sie nicht weiter heißen, obwohl sie unter diesem Namen in der Nähe von Paris aufgewachsen war: Da ihr Vater ihre musikalische Ausbildung nicht für fördernswert befand, benannte sie sich indigniert in „Tailleferre“ um. Erste solide Unterweisungen am Klavier erhielt sie zunächst durch ihre Mutter, bevor sie 1904 an das Pariser Konservatorium wechselte. Dort machte…
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Glorreiche Vier
Ungewöhnlich mag es beim (ersten) Blick auf die Instrumente erscheinen, die das seit gut 30 Jahren aktive Australian String Quartet in wechselnder Besetzung verwendet, dass sie alle aus der Werkstatt eines Meisters stammen, nämlich derjenigen Giovanni Battista Guadagninis. Das älteste Preziosum ist das Violoncello aus dem Jahr 1743, gefolgt von einer etwa fünf Jahre später, 1748…
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Meister des portugiesischen Spätbarock
Das für Tausende zum Trauma gewordene Erdbeben von Lissabon im Jahr 1755 ist wohl auch dafür verantwortlich, dass ein Großteil der um die 700(!) Sonaten für Cembalo oder Orgel aus der Hand des „Orpheus Portugals“ verlorenging: Gerade einmal 105 Beispiele für seine Tastenkunst sind bis heute überliefert. Die Rede ist von José Antonio Carlos de Seixas (1704…
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Was auch immer möglich ist: Grenzüberschreitungen im Elfenreich
Wald und Stadt, Licht und Schatten, Schwarz und Weiss, Fantasie und Verstand, Gleichheit und Standesprivilegien: Polaritäten sind von Menschen erdacht und behauptet, doch besteht allzeit die Möglichkeit der Mischung und Einebnung des Ungleichen: In Shakespeares Schauspiel A Midsummer Night’s Dream erlaubt der Traum die Aufhebung der Gegensätze, insbesondere zur Konvention gewordener Hierarchien: Die drei zentralen Frauenbilder…
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… das erste Posaunenkonzert
Auch wenn es schwerfällt zu glauben: In der Renaissancezeit wurde der eigenständige Klang der Posaune deutlich mehr geschätzt als im 17. Jahrhundert; in der Barockzeit geriet es nicht alleine vorübergehend aus der Mode, es sind auch durch die Folgen des Dreißigjährigen Krieges kaum Noten überliefert, die ein Repertoire für eine solistisch gebrauchte Posaune bezeugen könnten.
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Rückkehr auf die Antillen – der Kunst halber
Wie Jacobo Palm, der – dank seines Großvaters Jan Gerard – mit seinen Geschwistern eine große karibische Musiker- und Komponistenfamilie teilte, erblickte Wim Statius Muller auf Curaçao das Licht dieser Welt. Bei Palm lernte er früh das Klavierspiel, bevor er die Gelegenheit erhielt, die New Yorker Juilliard School als Student zu betreten. Der letzte Schüler…
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Mit Mut zu Neuem
Bereits Anfang Februar dieses Jahres rückte er mit der Uraufführung seines Orchesterwerks Von Ewigkeit zu Ewigkeit ins Licht der Weimarer Öffentlichkeit: Der 1987 in Sydney geborene und aufgewachsene Alex Vaughan ist evangelischer Christ und nimmt gerne zentrale Aussagen der Bibel zum Anlass auch für rein instrumentale Stücke. Mut zu Neuem bewies am 23. und 24. Mai…
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Nicht gerade konservative Wächter des Dub
Das neuartige Raumschiff, mit dem der kanarische Sänger und Songwriter Dactah Chando zusammen mit Umberto Echo (der Name ist Programm) als Dub-Botschafter durchs Weltall der Musik reist, ist glücklich gelandet. Guardians of Dub, hervorgebracht in diesem Maimonat, ist bereits das dritte Kooperationsprojekt der Band mit dem Toningenieur – maßgeblich mitverantwortlich für das Sound Design – und Produzenten Echo…