Kategorie: Konzertreviews
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Kontraste: zwischen Mozart und Moderne
Das letzte von den vier Klavierkonzerten, die Mozart bei seinen Versuchen, sich in Salzburg zu etablieren und einen Namen zu machen, steht in der für den Komponisten nicht eben seltenen Tonart Es-Dur (KV 271) und wurde später womöglich fälschlich „Jeunehomme“-Konzert genannt, da zwei Biographen darin den (Mädchen?-)Namen der Pariser Pianistin erkennen wollten, die als erste…
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Digitalität – von Spiel bis Unterwerfung
Schillers Bonmot, wonach der Mensch sich als solcher zu erkennen gebe, wenn er spielt, gilt im Falle der Nutzung digitaler Möglichkeiten nur mehr bedingt, denn digitale Medien können auch vereinnahmen, unterwerfen oder beherrschen, je bis zu welchem Grad wir uns darauf einlassen. Aber die Grenzen können verschwimmen und es steht manchmal in Frage, ob wir…
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Kammergesänge mit Dramatik und Witz
Wenn es um die Vorarbeiten zu einer neuen Operninszenierung geht, stehen allzu selten die emsigen Arbeiten hinter den Kulissen im Vordergrund. Ihnen ist es jedoch zu verdanken, dass eine ebenso tiefengestaffelte wie latent symbolträchtige Bühnenillusion erzeugt wird. Dazu bedarf es in der Regel einer eigenen Crew, die dem Sängerpersonal an Zahl nicht nachsteht. Für die…
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Thrill und Ironie
Dem amerikanischen Musical-Komponisten Stephen Sondheim gelingt es sowohl dramaturgisch als auch musikalisch, in seinem Sweeney Todd die Waage zwischen Thrill und Ironie zu halten. Gerade dort, wo die an sich realistisch eingefädelte Handlung ins Absurde umkippen will, mehren sich die spaßigen Allusionen der Dialoge angesichts des blanken Horrors.
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Eine bahnbrechende Erfindung
Nicht gerade täglich ist das Musiktheater Ort der künstlerischen Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlich-technischen Themen. Insofern ist Stewart Copelands Electric Saint, gestern zum wiederholten Male nach der englischsprachigen Weimarer Uraufführung am 5. September und noch zweimal in diesem Jahr am DNT zu sehen, ein solcher Ausnahmefall: Das Drama über den Kampf Nikola Teslas um die Durchsetzung des von ihm…
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Auf dem Prüfstand: Puccinis Version von „Manon Lescaut“
Reduktion auf das scheinbar Wesentliche: Das Stichwort geistert seit mehr als 15 Jahren durch den Blätterwald des öffentlichen Diskurses. Auch der italienische Verismo, prominent vertreten durch Verdi und Puccini, tendierte in besonderem Maße dazu, Stoffe der Weltliteratur stark auf eine bestimmte Lesart zu verkürzen, wenn auch nicht ihrem Sinngehalt zu entfremden.
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Auf Tournee: Eine Hoffnung geht in Erfüllung
Weltmusik-Alben mit direktem Bezug auf den Bruch durch die Pandemie und auf den Verlust größerer Geselligkeiten im weiteren Freundeskreis sind noch ziemlich rar, aber manch singuläres Ensemble mag sie zum Anlass einer ziemlich angstfreien Reise durch Europa genommen haben, so etwa das in Amsterdam angesiedelte KAMA Kollektiv mit seiner neuen und wiederum eigenwilligen Kompilation von Liedern und Instrumentalstücken.
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Ein Gang durch Beethovens 3. Symphonie: Analyse und Synthese
Für die Moderation einer musikhistorisch zentralen Symphonie der Wiener Klassik im Übergang zur Moderne der Romantik konnte das Theater Erfurt die neue Leiterin des Kulturhauses Dacheröden gewinnen: Johanna Bastian ist selbst studierte Violinistin und Expertin für Musikvermittlung, einem Bereich, in dem sie sich sowohl in Hamburg und Bremen als auch in Nordrhein-Westfalen vielfache Verdienste erwarb. Als…
