Schlagwort: Gioachino Rossini
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Gebündelte Erkenntnisse – mit Dauerfaktor
Arnold Jacobshagen räumt in seinem Kompendium, das den Komponisten Gioachino Rossini in seinem gesamten musikalischen Umfeld und dessen weiterer Irradiation zu begreifen sucht, unter anderem mit dem spezifisch mitteleuropäischen Klischee vom Hauptvertreter der komischen Oper – zentriert auf den Barbier von Sevilla und La Cenerentola – auf, denn die Zahl der ernsten Bühnenwerke überwiegt durchaus. Wenig präsent…
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Sololiteratur für das Englisch Horn?
Komponisten haben das romantisch-elegisch tönende Instrument aus der Oboenfamilie in führender oder Solo-Rolle quer durch seine Entwicklungsgeschichte wenig beachtet. Dem Autor fallen spontan auch nur zwei prominente Beispiele eines solchen Einsatzes aus dem Repertoire ein: der Allegretto-Satz als zehnter von Enrique Granados‘ Zwölf Spanischen Tänzen für Gitarre und Orchester und natürlich die berühmte Largo-Introduktion zu Longfellows „Hiawatha-Song“ im…
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La Cenerentola – mit Pepp, Präzision und Pointen
Insbesondere das Opernorchester Erfurt war für das Premierenpublikum an diesem Samstagabend ein wahres Festgeschenk – nicht zuletzt dank Samuel Bächli am Dirigentenpult: Mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks wurde hier gespielt, dennoch leichtfüßig schon in der Ouvertüre, und dem Genre der komischen Märchenoper wird alles abgewonnen, was Gioachino Rossini (dem Koch und Feinschmecker unter den Komponisten) auf der Zunge zergangen…