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Barocksalven
Max Emanuel Cencic kann man getrost als Experten für Leonardo Vincis Opern betrachten: 2012 studierte er unter Diego Fasolis mit dem Concerto Köln die Rolle der Königsschwester Mandane in dessen Artaserse (1730) nach dem Libretto von Pietro Metastasio ein, Virgin Classics veröffentlichte die Aufnahme (B00VA57QFG), im gleichen Jahr erschien übrigens Vincis komplettes Musikdrama La Partenope mit Sonia Prina…
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Griechisch bewegt
Einen Großteil ihrer Schaffensjahre verbrachte die aus Melbourne stammende Komponistin, Musikkritikerin und Pianistin Peggy Glanville-Hicks (1912 – 1990) in den Vereinigten Staaten, wo sie unter anderem lange als Direktorin des Composer’s Forum der Columbia University in Manhattan wirkte. Eine Zeitlang arbeitete sie als Kritikerin für das renommierte Blatt New York Herald Tribune. Zu ihren praktischeren Arbeiten zählte die…
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Dänemarks bekanntester Klassikexport über dem Ozean
Hätte es seinerzeit schon entsprechende Pillen gegeben, wäre Dänemarks auswärts bekanntester Komponist am 9. Juni 2015 genau 150 Jahre alt geworden ( – bald schon keine Zukunftsvision mehr?). Wie auch immer – seine Werke haben offensichtlich alle Höhen und Tiefen insbesondere des 20. Jahrhunderts überlebt und sogar in New York startet anlässlich des Jubiläums ein…
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Auf Augenhöhe mit Europas Musen
Der gesamte portugiesische Hof zog sich im Zuge des napoleonischen Eroberungszugs durch ganz Europa 1808 nach Rio de Janeiro zurück, sorgte damit aber für einen deutlichen Entwicklungsschub in Sachen Künste. Dass das brasilianische Regierungsintermezzo bereits 14 Jahre später sein Ende fand, bedeutete für die klassische Musik-„Szene“ erst einmal einen herben Rückschlag. Die nicht geringe Zahl…
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Das hüpfende Wesen
Dem Kapellmeister von Ludwig XIV., Lully nämlich, ist es zu verdanken, dass die Gavotte Eingang in den instrumentalen Suitenzyklus fand. In der Oper sicherte sich der meist lebhafte Tanz im 2/2-Takt höfisch zur Schau getragen selbstverständlicher seinen Platz, wofür seine Verwendung in Rameaus Castor et Pollux und Les Indes Galantes ebenso stehen wie durch Gluck in Orfeo…
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„Neue Noten“ aus der geographischen Landesmitte
Eine Lesart, die Robert Schumann als Klangredner und Hervorbringer scheinbar zufälliger musikalischer Gedanken in kleinteiliger Motivsprache vorstellt, macht Sinn. So scheint Benedict Kloeckner aktuell das oft interpretierte Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll zu verstehen – das bekanntlich noch für Edouard Lalo, Benjamin Britten und Dmitri Schostakowitsch Vorbildcharakter besaß. Jegliches Pathos und selbst Schwermut, wie sie in Schumanns Werk manchmal…
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Klassik und Folkloristisches in Japan
Ein Staatsgebiet mit 6852 Inseln, das Japan von allen anderen Ländern deutlich abhebt, muss zwangsläufig einen hohen Grad an kultureller Diversifikation aufweisen. Verbindlich für die traditionelle, teils folkloristische Musik des Landes sind demgemäß unterschiedliche pentatonische Tonleitern, wobei die Aufteilung in einen „männlichen“ Modus (ryosen) und einen „weiblichen“ (ritsusen) getroffen wird; gewisse Parallelen dazu in den gesellschaftlichen Konventionen sind vielleicht…
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Ernster Stoff mit Capricen
Nicht alleine den Zeitgenossen galt Charles Gounod (1818 – 1893) als Neuerer des französischen Musiktheaters, da er gerade mit Faust (Margarethe) 1859 den Typus des drame lyrique einführte. Funktion der Musik war es nunmehr, die innere Handlung zu spiegeln, gleichzeitig „einfach“ und dennoch artifiziell zu sein. Die Oper hatte nicht nur deshalb anhaltenden Erfolg bis…