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Die Würdigung steht noch aus
Germaine Taillefesse wollte sie nicht weiter heißen, obwohl sie unter diesem Namen in der Nähe von Paris aufgewachsen war: Da ihr Vater ihre musikalische Ausbildung nicht für fördernswert befand, benannte sie sich indigniert in „Tailleferre“ um. Erste solide Unterweisungen am Klavier erhielt sie zunächst durch ihre Mutter, bevor sie 1904 an das Pariser Konservatorium wechselte. Dort machte…
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Glorreiche Vier
Ungewöhnlich mag es beim (ersten) Blick auf die Instrumente erscheinen, die das seit gut 30 Jahren aktive Australian String Quartet in wechselnder Besetzung verwendet, dass sie alle aus der Werkstatt eines Meisters stammen, nämlich derjenigen Giovanni Battista Guadagninis. Das älteste Preziosum ist das Violoncello aus dem Jahr 1743, gefolgt von einer etwa fünf Jahre später, 1748…
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Kunst statt Propaganda: Konzerte am Odeonsplatz
Am Samstag, den 13. und Sonntag, den 14. Juli 2019 wird der Münchener Odeonsplatz, dessen Forum in Gestalt der Feldherrenhalle schon einmal für unrühmliche Ereignisse stand, wieder einmal seinem eigentlichen Gegenwartszweck zugeführt, nämlich ideologiefreier Kunst im Zeichen der Musik zu dienen – nicht wie einst politischer Hetze und Propaganda.
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Tvísöngur und Ríma
Angesichts des Umstandes, dass von einem klassischen Musikleben (west-)europäischen Zuschnitts auf Island infolge der späten Etablierung einer Kompositionsschule erst seit dem Ausgang des 19. Jahrhunderts wirklich die Rede sein kann, mag manche/r staunen, dass die nicht nur mündliche Überlieferung folkloristischer Musik denkbar tief ins Mittelalter zurückreicht. Im wesentlichen sind hier zwei getrennt voneinander gepflegte Gattungen zu unterscheiden, die…
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Zwölftonmusik neu kontextualisiert
Aufsehen erregte die Komponistin, die in diesem Beitrag gesucht wird, in späteren Jahren mit einem Handbuch, das der von Schönberg eingeführten Zwölftontechnik in der Gegenwart des späten 20. Jahrhunderts besondere Qualitäten zuschrieb, die sie „auf Augenhöhe“ mit vorgängigen breiten Strömungen in der Kunstmusik als neues Paradigma etablieren konnten und die traditionelle Harmonik ästhetisch umzukrempeln imstande waren.
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Meister des portugiesischen Spätbarock
Das für Tausende zum Trauma gewordene Erdbeben von Lissabon im Jahr 1755 ist wohl auch dafür verantwortlich, dass ein Großteil der um die 700(!) Sonaten für Cembalo oder Orgel aus der Hand des „Orpheus Portugals“ verlorenging: Gerade einmal 105 Beispiele für seine Tastenkunst sind bis heute überliefert. Die Rede ist von José Antonio Carlos de Seixas (1704…
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Was auch immer möglich ist: Grenzüberschreitungen im Elfenreich
Wald und Stadt, Licht und Schatten, Schwarz und Weiss, Fantasie und Verstand, Gleichheit und Standesprivilegien: Polaritäten sind von Menschen erdacht und behauptet, doch besteht allzeit die Möglichkeit der Mischung und Einebnung des Ungleichen: In Shakespeares Schauspiel A Midsummer Night’s Dream erlaubt der Traum die Aufhebung der Gegensätze, insbesondere zur Konvention gewordener Hierarchien: Die drei zentralen Frauenbilder…
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KolosSaalfüllend: Euterpe in Europa
Klassikhörer, die ihren Pfingsturlaub in Belgien verbringen, sollten sich im Terminkalender vorsorglich den Abend des 14. Juni notieren: Anton Hermus dirigiert im Palais des Beaux Arts von Brüssel um 20 Uhr Niccolò Paganinis Violinkonzert, solistisch gemeistert vom jungen Virtuosen Lorenzo Gatto. Hinzu kommen für spätromantische Klänge sorgende Auszüge aus Sergej Prokofiews Ballett Cinderella und Zóltan…