• Nur noch acht Tage bis Weihnachten

    Der Lichterkranz vierfach entflammt – Hauptsache nicht die Wohnung, der Baum ist geschmückt, der Familiengottesdienst vorüber, die Bescherung auch, die Gans gegesssen — was nun? Damit Anwohner der Via Regia nach dem Heiligabendrummel und den anschliessenden stundenlangen Aufwasch- und Aufräumarbeiten nicht umsonst Schlange an den Konzertkassen stehen, hier einige Events, für die (Weihnachts)man(n) jetzt noch rechtzeitig…

  • Das Oratorium – zwischen Kirchenraum, Konzertsaal und Opernbühne

    Nicht nur in Sachen Oper, auch was das Oratorium betrifft, hinkten die deutschsprachigen Gebiete Italien mit den bedeutenden Leistungen Stradellas, Caldaras und anderer hinterher: Die ersten ernsthaften Gehversuche in der aus südlichen Gefilden stammenden Gattung machten Komponisten jenseits der Alpen nach 1700 mit mehr als 60 Jahren Verspätung, und zwar in der protestantischen Kirchenmusik: Hier waren sie…

  • Egberto Gismonti

    Der 1947 in Carmo im Bundesstaat Rio de Janeiro geborene brasilianische Komponist, Sohn einer Sizilianerin und eines Libanesen erlernte mit fünf Jahren auf Wunsch seiner Eltern das Klavierspiel, spielte bald aber auch Flöte, Klarinette und Gitarre. Besonders lagen ihm die spezifisch brasilianischen Gitarreninstrumente am Herzen: So widmete er sich autodidaktisch dem Erlernen der Violão-Technik, später folgten…

  • Cello in Concert auf internationalem Parkett

    Auf hohem und sicherlich CD-reifem Niveau stellten in Weimar am Montagabend Studenten der Cello-Klasse Wolfgang Emanuel Schmidt aus verschiedenen Ländern nicht nur technisch schwierige Werke aus der reichhaltigen Kammermusikliteratur für ihr Instrument vor. Vertreten waren neben russischen und deutschen Kompositionen auch Stücke aus polnischem und argentinischem Repertoire. Schumanns a-Moll-Konzert mit dem 1. Satz und Tschaikowskys Rokoko-Variationen…

  • Events in Erfurt zwischen dem 2. und 3. Advent

    Die Feierabendzeit der zweiten Vorweihnachtswoche scheint ìn der thüringischen Landeshauptstadt geradezu für Jazz, Country, Dance und Funk reserviert und prädestiniert zu sein … Los geht es am Montag, den  9.12.2013 mit der true note big band Weimar um 21 Uhr im Café Nerly. Zum Repertoire des Ensembles, das der Musikschule Ottmar Gerster angehört, zählen Big Band-Klassiker im…

  • J.P.E. Hartmanns Orchesterwerke – 150 Jahre später

    Ein bedeutender, aber unterschätzter Zeitgenosse Mendelssohns war der Däne Johan Peter Emilius Hartmann (1805 – 1900), und mit diesem auch befreundet. Er war – noch vor seinem späteren Schwiegersohn Niels Wilhelm Gade – der eigentliche Grandseigneur der dänischen symphonischen Musik im 19. Jahrhundert, deren allmähliches Wiederaufleben nach dem Staatsbankrott in Folge des Kriegs mit England nicht zuletzt seinem…

  • Dinorá de Carvalho

    Chiquinha Gonzaga gilt zwar als erste Komponistin, die eine emanzipatorische Wende in der Musik ihres Landes vollzogen hat, doch als erste Frau offiziell wurde eine Schülerin des ungarischen Pianisten und Klavierpädagogen Isidor Philipp, nämlich Dinorá de Carvalho (1905 – 1980), in den Kreis der Academia Brasileira de musica aufgenommen. Zunächst war de Carvalho als Klavierschülerin – im Alter…

  • Weimar – was ist los?

    Dem von den Wetterfröschen in Aussicht gestellten herben Wintereinbruch mit Orkanböen in den kommenden Tagen zum Trotz kehrt in die Konzertsäle wieder Leben ein. Am Samstagabend ist der Pianist und ansässige Klavierprofessor Balázs Szokolay mit Schumanns C-Dur-Fantasie und Liszts berüchtigt-schwieriger h-Moll-Sonate im Festsaal des Fürstenhauses in Weimar zu hören. Der Klavierabend findet ab 19 Uhr…

  • Vorhang auf für die (Orchester-)Suite

    Dass verschieden(st)e Tänze einander folgen oder kombiniert werden, ist nichts Neues und seit der Antike eigentlich selbstverständlich. Auf Notenmanuskripten ist dies allerdings ein jüngeres Phänomen. Erwähnungen existieren aus dem Mittelalter zwar für Tänze des gleichen Typus, mit der Abfolge von Estampie und Rotta gilt dies für verschiedenartige Tänze aber erst seit dem 14.und 15. Jahrhundert. Domenico da Piacenza…

  • Das junge dänisch-färöische Trio Gåman mit „Early and Late“

    Der Fantasiename Gåman leitet sich vom altnordischen „gaman“ ab und meint Freude – gemeint ist die musikantische Freude der Spielleute am Instrumentalspiel um seiner selbst und des Tanzes willen. Besonders lebendig erscheinen damit zusammenhängende Traditionen noch auf den Färöer-Inseln, woher einer der drei Musiker des jungen Trios, Rune Tonsgaard Sørensen, Jahrgang 1983,  stammt ursprünglich von den Färöern,…