Kategorie: Wissenswert
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Ausgewandert
Was vor wenigen Jahren der portugiesische Komponist Sérgio Azevedo, Jahrgang 1968, der Journalistin Martina Brandorff beim Deutschlandfunk verriet, ist nichts weniger als ein gelungener Versuch, Konstellationen klassischer Instrumentalmusik in unsere Gegenwart zu übertragen: Das „Konzertieren“ eines Solisten mit dem Orchester im wörtlichen Sinn sei eine Form des Dialogs zwischen der „Gesellschaft und dem von ihr ausgeschlossenen…
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Jonas im Oratorium
Zweihundert Jahre vor der Reggae-Welle machte Jamaica in musikalischer Hinsicht bereits im Jahr 1775 von sich reden: Hier schlüpfte nämlich das zu seinem Erscheinen erste vollständig aufgeführte biblische Oratorium der Neuen Welt aus dem Ei, Samuel Felsted’s Jonah, dessen sich vor kurzem auch das Kammerorchester Ars Lyrica Houston annahm.
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Adventskantaten rund um den Globus
Beim Umfang von Telemanns und J.S. Bachs Kantatenwerk wundert es nicht, dass namhafte Verlage deren der Adventszeit gewidmete vokal-instrumentale Gebrauchsmusik für die vier Sonntage vor Weihnachten in eigenen größeren Ausgabe edierten. Motetten und Messen für diese Zeit gab es bekanntlich schon früher als zu den Lebzeiten der beiden Barockkomponisten; ihre Geschichte beginnt spätestens mit der Renaissancepolyphonie.
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Akustische Magie der Aerosole
Welche Bewandtnis hatte es eigentlich damit, dass ein exzellent ausgebildeter und hochbegabter Pianist wie der Australier Percy Grainger seit seinem achtzehnten Lebensjahr in solchem Maße der Musik für Blasorchester anhing? Zwischen 1901 und dem Ende der 1950er Jahre verzeichnet sein chronologisches Werkverzeichnis wenigstens 33 Stücke kleineren und größeren Umfangs. Möglicherweise vermittelte ihm einen Teil der…
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Die Tresca – nur noch literarisch greifbar?
Überlieferung in Noten zu bestimmten, nicht zwangsläufig kurzlebigen Gattungen fehlt manchmal gänzlich, je weiter die Epochen entfernt sind – wie im Falle des mittelalterlichen, sowohl italienischen als auch provenzalischen Tanzes tresca, bei dem es sich wohl um einen Kettenreigen handelte, da seine Benennung etymologisch vom iatlienischen Verb „trescare“ herrührt, das sowohl „tanzen“ als auch „springen“ bedeutet.…
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Aspasia, die illegale Gattin
Ob die Lehre des Musikwissenschaftlers Damon bei dem späteren Strategen Perikles auf fruchtbaren Boden fiel, lässt sich nur behaupten. Einigermaßen sicher ist nur, dass der spätere Lenker der Geschicke Athens, sei es nun als demokratisch gesonnener Feldherr oder (moderater) Tyrann die Ansichten seines Lehrers über die Bedeutung des Musischen, das als Ganzheit von Klang, Bewegung und Sprache…
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[…and 1…]
Sollte sich in manchen Fällen der Gedanke aufdrängen, dass sich die gesellschaftlich akzeptierte Domäne weiblichen Komponierens in konservativeren Kreisen auch im 20. Jahrhundert weiterhin auf Kammermusik beschränkte? Im Falle von Dorothy Kers Werken liegen sicherlich andere Ursachen vor, etwa die eingehende Beschäftigung mit den Klangeigenarten und bestimmter Instrumente und deren Ausdrucksdimensionen.
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Triebfeder Innovation
Die Liste seiner Werke mag nicht so umfangreich scheinen wie diejenige mancher Fachkolleginnen und Fachkollegen, die in Nordamerika häufig Allrounder wie er selbst sind: Dennoch schöpft der beruflich bislang in wenigstens fünf US-Bundesstaaten an Schlüsselstellen in der theoretischen Musikausbildung beteiligte professionelle Trompeter und Kompositionsprofessor aus seiner hohen Kreativität, angetrieben vom Hunger nach technologischer Weiterentwicklung der…
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Sonatina Tropical
Die besondere Vorliebe karibikstämmiger Komponisten für den Parameter Rhythmus, dessen komplexe Varianten und das daraus erwachsende Klangfarbenspektrum teilt auch der auf den Großen Antillen, genauer auf Puerto Rico ansässige Meistergitarrist Ernesto Cordero. Anders als die meisten karibischen Musiker spiegelt sein Stil, anders als die Werktitel suggerieren mögen, neben der iberischen Liedfolklore auch auf den häufig aus afrikanischen Kulten herrührenden Mustern…
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Salonstücke aus Sydney
Neben dem Königlichen Botanischen Garten findet sich seit 1915 das Konservatorium der Universität Sydney, das zuvor als College in der Hochschule selbst integriert war. Dessen Gründung ging auf den Komponisten Alexander Rea (1831 – 1909) zurück, der außer seiner Eigenschaft als Musikdozent auch einen Organistenposten bekleidete.