Kategorie: Konzertreviews
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Nicht nur „1“ musikalischer Spaß
Nicht jeder mag auf die Idee kommen, ehemalige Kolleginnen und Kollegen eines weithin populären Symphonieorchesters zu einer Sondermatinee zu rekrutieren: Christoph Well aber konnte dies in seinem gegenwärtig zweiten Berufsleben, wenn man so will, nicht zuletzt dank seiner kreativen Energie, Vielseitigkeit und seines flüssigen Humors. So stand kurz vor Faschingsende an einem Sonntag für Spätaufsteher,…
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Rhythmisch getunt: Weihnachtsliedgut
Das Ensemble Münchner Saitentratzer verlegte zwei Tage vor Weihnachten 2023 den Gottesdienst am Heiligen Abend schon einmal vor. Es wurden alle weithin bekanntesten Lieder gespielt, allerdings in neuem Gewand. Es hat zudem bereits Tradition, dass das um zwei andere Musiker ergänzte Ensemble einmal in der Woche vor Weihnachten im Theater im Fraunhofer auftritt und tat…
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Requiem und Sinfonie – einmal anders
Es besteht seit langem eine gewisse Vorliebe für Brahms‘ Ein deutsches Requiem, uraufgeführt in drei Etappen in den Jahren 1867, 1868 und 1869, da zweimal Sätze hinzuzufügen waren, bis der Urheber endlich damit zufrieden war. Bemerkenswert ist, dass das an Umfang fortschreitende, vom kirchlichen Ritus eines regelrechten Requiems weit entfernt und auch nicht als solches…
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Many Moons – many sounds
World Music Jazz im Münchner Stadtteilkulturzentrum Luise am Freitagabend: Zwischen dem „Substanz“, einer der ersten deutschen Foren für Poetry Slam und dem neuen Standort des Volkstheaters liegt das vor kurzem eröffnete Haus für Kunst und Kultur, das über ein Netzwerk mit den anliegenden Vereinsorten, Initiativen und Servicezentren an der Grenze der Ludwigvorstadt zum Stadtteil Sendling…
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Klassik und Romantik: Auf gestrichenen und gezupften Saiten
Unter anderem am vergangenen Mittwoch hatten Ausgezeichnete des 72. ARD-Preisträgerkonzerts ihren Auftritt im Prinzregententheater, diesmal mit einem sehr gemischten Programm, aus dem die vom Münchener Rundfunkorchester und seinem hochengagierten Dirigenten Gábor Káli mitgestalteten Rahmenteile eindeutig herausragten. Zunächst wirkte der Rottenburger Franz Anton Hoffmeister (1754-1812) nach einem Studium der Jurisprudenz und Musik in Wien mit einem…
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Am Puls der Praxis
Das tägliche Brot der Komponisten ist die Filmmusik. Vor den Bildern, die laufen lernten, waren es die Zwischenaktmusiken für das Theater. Aus der Not geboren scheint daher der Tribut der Ausbildung an die Praxis. Und auch Münchens Hochschule für Musik und Theater dient zu einem gewichtigen Teil der beruflichen Praxis: Am vergangenen Freitag konnte man…
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Sprünge durch die Jahrhunderte
Die vielseitige Lange Nacht der Kunst in Augsburg: Einer der Meister des süddeutschen Repertoires für die Orgel ebenso wie für das Cembalo, Roland Götz, war zum Auftakt des Festivals mit Kompositionen vor allem von Hans Leo Hassler am Spinett zu hören. Das Motto Venedig-Manie war glücklich gewählt, da sich in der ersten Hälfte des 17.…
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Neuburger Noten
Das Concertino Castello Nuovo gehört zu den sicher nicht allzu häufig zu hörenden Barockensembles Bayerns. Die kleine Formation aus diesmal „nur“ drei Musikern, Marianne Schiela an der Theorbe und Laute, Tobias Kraft an der Gambe und Fabian Meyer mit dem modernsten der drei Instrumente, dem Barockcello nutzten am Sonntag, den 28. Mai, die für Kammermusik…
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In den Raum gebaut
Das Freisinger Domorchester spielt Haydn und Mozart. Beate Kiechle studierte zum Spiel der Traversflöte in Salzburg Instrumental- und Gesangspädagogik und schloss am Münchner Richard-Strauss-Konservatorium mit dem Konzertexamen ab. Parallel dazu entwickelte sie ihre stimmlichen Fertigkeiten als Sopranistin konsequent weiter, sang wichtige Partien im Opernfach ebenso wie im Oratorium und wirkte mit namhaften Orchestern und Ensembles…
