Kategorie: Konzertreviews
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Innovativ: Das VOLTA-Ensemble
Die Hochschule für Musik und Theater München setzt mit ihren eigenen Ensembles und Orchestern auf eine praktische Umsetzung des von Studentinnen und Studenten Erarbeiteten: Nun trat das Kammermusik-Ensemble VOLTA mit seiner ungewöhnlichen Besetzung mit dem Oboisten Alban Mondon, dem Akkordeonisten Marcell Csuka, der Zitherspielerin Sarah Wurmer, dem Schlagzeug Philip Hummel, den Violinisten Lewin Kreuz, Kotoha…
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Voradvent
Heterogener konnte das Programm kaum sein: Im komplett renovierten Asam-Saal traten in Freising am Vorabend des ersten Advent 2024, am 30. November, gleich zwei Orchester in Erscheinung: Den Nachwuchs stellte das Jugendorchester ensemble stringendo unter seiner Leiterin Ursula Bongard, mit Mozarts Sinfonie Nr. 4 in D-Dur (KV 19), die der Feder des damals neunjährigen Musikwunders…
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Fagöttliches Repertoire
Zum Konzert an der Musikhochschule München am 8. November 2024 … lässt sich viel sagen, vor Allem, dass das Programm über einen weiten Ambitus verfügte, um in der Musikidiomatik zu bleiben. Dass deshalb nicht alle aufgeführten, im Übrigen nicht zu kurzen Stücke Originalliteratur waren, versteht sich, denn das Fagott als solistisches Instrument mit Orchester wurde…
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Aus der Seidlvilla
Laute Leidenschaft stand hinter dem Motto des gestrigen Konzertabends in der Reihe des Pianistenclubs München. Schauplatz der „Herzensangelegenheiten in fis-Moll“ der Kammermusiksaal der Seidlvilla am Schwabinger Nicolaiplatz. Das Haus war seit jeher Hotspot der Kulturereignisse, erbaut von Emanuel von Seidl (1856 – 1919), der in einem posthistoristischen, zu den Prunkbauten der Kaiserepoche aufschließenden Stil mehrere…
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Dänischer König in der Orchestersuite
Jean Sibelius beschäftigte sich, abgesehen von bestimmten Kammermusik- und Klavierwerken, fast sein ganzes Komponistendasein hindurch – bei allem Auf und Ab an Erfolgen – mit programmatischer Musik, wovon auf den vordersten Plätzen Schauspielmusiken wie Tapiola, Pohjolas Tochter, En Saga, Die Okeaniden und Der Barde zu nennen sind. Ganz im Zentrum seines Interesses stand die nordische…
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Neue Erzählung
Das vom Münchner Ostbahnhof aus gut zu erreichende Theater Werk7 auf dem ehemaligen Produktionsgelände einer altbekannten, kartoffelaffinen Lebensmittelfabrik ist eine weitere Spielstätte des Gärtnerplatztheaters. Dort war am gestrigen Donnerstagabend mit Bel Canto Me ein Potpourri von wienerklassischen Opernnummern, Operetten der langen romantischen Epoche und von Ausreißern des 20. Jahrhunderts zu hören, das Ganze musikdramengemäß vereint…
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Kuriose Kleinstaaterei
Blickt man in die europäische Musikgeschichte zurück, so war es nicht gerade unüblich, Frauenrollen durch Männer höherer Stimmlage zu ersetzen. An dieses Rezept hielt man sich in der neuen Inszenierung von Jacques Offenbachs Bouffe La Grande-Duchesse de Gérolstein am Münchner Gärtnerplatztheater unter der Regie von Josef E. Köpplinger, dem Choreographen Adam Cooper und dem Dramaturgen…
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Einhören in die Münchner Klaviertage
Auftakt nach den mit passablem Frühjahrswetter gesegneten Pfingstfeiertagen: In der Reaktorhalle der Hochschule für Musik München stellten sich am 21. Mai sieben Klavierstudenten aus fünf verschiedenen Klassen einem rangfüllenden Publikum vor, und zwar mit einem angemessen vielfältigen Chopin-Programm, zu dem gewissermaßen die einzige Mozart-Sonate des Abends, nämlich diejenige in B-Dur (KV 570) ein entspanntes Gegengewicht…
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Eins mit der Natur werden
Seine einerseits gewagte, gleichzeitig stimmige Verbindung von japanischem Butoh-Tanz und dem Dionysos-Mysterium der antiken europäischen Überlieferung stellte am vergangenen Freitag und Samstag der Nürnberger Performancekünstler und Dramatiker Alexander Wenzlik dem Münchner Publikum im Theater Schwere Reiter vor. Der studierte Tanzpädagoge aus dem Freiburger Dance Vision Institute erlernte schon vor Jahren die hier immer noch als…
