Kategorie: Alben- & Singlereviews
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Im Blick: Karpatische Folklore nach europäischer Symphonik
Auf den Zusammenschluss der Ukraine mit Transkarpatien hin wurde die Folklore desselben Landesteils „neu“ entdeckt. In jene Jahre nach 1945 fällt ein Abschnitt im Schaffen von Borys Ljatoshynskyj, der slawische Themen auch aus der karpatischen Region aufgriff und verarbeitete. Sein Einfluss war ebenso weitreichend wie etwa derjenige Sculthorpes auf die Entwicklung der australischen Musik. Aus…
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Vor der Klassik – nach der Moderne
Glücklicherweise haben weltweite Krisen den „guten Humor“ der Musikindustrie bislang nicht spürbar unterdrücken können – und das Frühjahrshoch wirkt sich hoffentlich bis weit ins Jahr hinein aus, was die Produktivität der Labels angeht. Interessante Neu- oder Wiederentdeckungen sind auch dabei, etwa die Miniaturen-Suite im Schlepptau mit einem Klavierkonzert von Dimitris Papadimitriou, einem in Athen ausgebildeten…
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Urheber des klassischen Chorkonzerts
Nicht nur der heute namhafteste ukrainische Hofkomponist des 18. Jahrhunderts, Dmitri Bortnjanskij, hatte einen starken Bezug zu Italien. Noch mehr gilt dies für den wenigstens sechs Jahre älteren, in Hluchiw im Herrschaftsgebiet der Kosaken-Hetmanen geborenen späteren Sänger Maxym Sosontowytsch Beresowskyj.
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Im Wechselbad des 20. Jahrhunderts
An der Grenze der Ukraine zur Republik Moldau, inmitten der vom Fluss Dnister geprägten Großlandschaft Podolien liegt die Stadt Mohyliw-Podilskyj, die unter anderem den russischen Physiker Jewgeni Sawoiski, in deren Getto unter tausend anderen Gefangenen auch der jüdisch-deutsche Schriftsteller Edgard Hilsenrath überlebte; seine Erlebnisse dort verarbeitete dieser in seinem zunächst in den USA erschienenen Roman Night.…
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Erfolgreicher Prototyp
Ein Traum von Thanasis Polykandriotis war es, für Bouzouki und Symphonieorchester zu schreiben. Der lange gehegte Plan wurde Realität, als er 1996 sein erstes Konzert dieser Art im Herod Atticus Odeon von Athen dem Publikum vorstellen durfte. Das „Experiment“ glückte, die Verschmelzung der westeuropäischen, akademisch basierten Tradition mit den Klängen eines folkloristischen Instruments war gelungen, während es…
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Von der weiblichen Hälfte eines raren Duos
Auch wenn man in Fragen der Besetzung bei Kammermusik in der Vorklassik ebenso wie um 1700 gerne unkompliziert war und je nach MusikerInnenpräsenz das eine oder andere Instrument statt des vom Komponisten intendierten verwendete, so musste das Duo Francesca und Ludwig August Lebrun doch ein seltenes konzertantes (Hör-)Bild abgegeben haben.
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Verspieltes Klavier und zaubernde Geige
So romantisch, expressiv und gleichzeitig verspielt dürften heutige Hörer dänische Klaviermusik aus der Zeit der Wiener Klassik und über diese hinaus kaum jemals wahrgenommen haben: Mit Friedrich Kuhlau (1786 – 1832) spricht hier kein Komponist zweiter Garde im Schatten Beethovens zu uns, auch wenn er diesen im Norden eigentlich bekannt gemacht hat.
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Vorhang auf für L’Arpeggiata
In biographischen Nachschlagewerken taucht der Name der in Sachen Alte Musik progressiven Musikerin und Ensembleleiterin kaum auf: Christina Pluhar, die Grazer Expertin für Kammermusik des 17. und frühen 18. Jahrhunderts – auch gerne in größerer Formation – bestimmte maßgeblich die Entwicklung der historischen Aufführungspraxis seit Ende des letzten Jahrhunderts.