Mit einem relativ schmalen Oeuvre, darunter aber zwei Opern, Godiamo la vita und Principessa dell’atelier, verewigte er sich sowohl in seiner heimatlichen brasilianischen Musiksphäre als auch in Italien, wo er am Konservatorium von Neapel bis 1917 studiert hatte. Es folgte nahezu unmittelbar ein fünfundzwanzig Jahre währendes Engagement als Dozent am Konservatorium seiner Geburtsstadt São Paulo.
Die Rede ist hier von Francisco Casabona (1894 – 1979), dessen Verdienste nicht nur in der Hochschullehre lagen, sondern auch im kulturpolitischen Engagement: Er begründete die Sociedade Sinfônica de São Paulo, wirkte als Direktor des Senders Rádio Educadora Paulista und war häufig als Dirigent auf den Podien der großen Konzerthäuser zu erleben.

Erfolge konnten zudem zu Lebzeiten drei sinfonische Dichtungen aus seiner Hand verzeichnen, darunter die frühe Komposition Crepúsculo sertanejo („Morgendämmerung im Buschland“). Auf dem Feld der Klaviermusik wurde die 1943 geschriebene Sonata em lá maior namhaft, zudem zählen neben den Klavierstücken ein Streichquartett, eine Violinsonate, ein Klavierkonzert und die Sinfonie für neunzehn Instrumente sowie etliche Kunstlieder zu seinem Schaffen.