Vor nunmehr sieben Jahrzehnten wurde die Musikhochschule Detmold begründet und hat seither etliche illustre Examinierte entlassen: den emsigen Organisten und Komponisten Gerd Zacher, den Musikwissenschaftler und Tonkünstler Diether de la Motte, die spanische Opern- und Konzertsängerin María Bayo, den allseits populären Klarinettisten Dieter Klöcker oder oder die gefragte deutsch-japanische Geigerin Mirijam Contzen, um nur eine Handvoll zu nennen. Hier lehrten einst Wolfgang Fortner, der Oboist Helmut Winschermann, der ungarische Violinist Tibor Varga und doziert heute neben Dieter Klöcker unter anderen der Bassbariton Thomas Quasthoff.

Dass das Jahrestreffen des Internationalen Posaunistenvereinigung IPV vom 7. bis zum 10. März in diesem Jahr an der Musikhochschule Detmold, übrigens einer der wenigen Institutionen mit langjähriger Ausbildungstradition für den Beruf des Tonmeisters, ausgetragen wird, ehrt also beide Seiten. Eingeladen sind alle von der Posaune und ihren Spielarten Begeisterte, Amateur- und Profimusiker, Musikalienhändler, Instrumentenbauer, Klassik- und Jazzkenner und musikwissenschaftlich Interessierte.

Eine ganze Palette von Veranstaltungen wird an den vier Tagen in den Räumen des schmucken Palais aus den Zeiten des Fürstentums Lippe, das die Hochschule beherbergt, erwartet. Dazu kommen Konzerte mit dem Eastsliders Trombone Quartet, dem Modern Bone Quartet, der Brass Band Frankfurt, Horn5, Leipzig Brass und das Duo Shawn and the Wolf. Die künstlerische Gesamtdirektion unterliegt dem in Detmold lehrenden Posaunenprofessor Otmar Strobel, die Jury für den Wettbewerb um den ersten Preis ist international bunt gewürfelt: Vertreten sind Expertinnen und Experten aus Italien, Ungarn, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und den USA.